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Depression - Mädchen leiden, Jungen trinken retour imprimer cet article envoyer cet article RSS news subscription
Mädchen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren leiden eher als Jungen unter Depressionen. Die gleichaltrigen Jungen greifen bei Problemen häufiger zu Alkohol und Drogen.

Eine europaweite Schulstudie hat gezeigt, dass Teenager je nach Geschlecht unterschiedlich mit psychischen Problemen umgehen. Während Schülerinnen unter emotionalem Stress Depressivität an den Tag legen, betäuben Jungen Seelenqualen mit Alkohol und Drogen. Für den deutschen Part hatten Wissenschaftler der Universitätsklinik Heidelberg 1411 Schüler an 26 Schulen im Rhein-Neckar-Kreis befragt.

Ein Drittel der Mädchen zwischen 14 und 16 Jahren klagten über depressive Stimmungen. Acht Prozent haben bereits versucht, sich umzubringen. Zwölf Prozent der Jungen trinken wöchentlich oder häufiger Alkohol, unter den Mädchen sind es knapp sechs Prozent. Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung: Ein Drittel aller Schülerinnen hat sich schon einmal absichtlich verletzt. Rund 18 Prozent der Mädchen und acht Prozent der Jungen schneiden sich regelmäßig selbst in die Haut.

Wie selbstschädigendes Verhalten von Jugendlichen verhindert werden kann, soll ein weiterer Teil der Studie klären. Dieser Part ist noch nicht abgeschlossen.

Die Studie ist Teil eines europaweiten Projekts, das sich mit psychischen Problemen von Jugendlichen und Möglichkeiten der Prävention befasst. Das Projekt „Saving und Empowering Young Lives in Europe“ (SEYLE) wird von der Europäische Kommission mit rund drei Millionen Euro gefördert. Die Befragung startete im Januar 2010 in elf europäischen Ländern. Insgesamt werden in einem Zeitraum von einem Jahr mehr als 11 000 Schüler im Alter von 14 bis 16 Jahren befragt. Neben Deutschland beteiligen sich Irland, Frankreich, Spanien, Italien, Österreich, Slowenien, Ungarn sowie Rumänien, Estland und Israel an der Studie.
pap/dpa
focus.de | 20.07.2010

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